| 1905 |
12. Mai:
eine gewerbliche Fortbildungsschule wird im
Schulsaal der Mädchen-Volksschule eröffnet. Die
206 Schüer wurden anfangs auf 6, später auf 8
Klassen verteilt. Es gab die Berufsgruppen:
Metallarbeiter, Bauhandwerker, Gerber und
Färber, Schuhmacher und Stoffarbeiter,
Buchgewerbe und Maler, Bäcker und Fleischer etc.
Holzarbeiter, Schüler von Berufen mit geringer
Begabung (Vorklasse).Alle Schüler erhielten
ursprünglich an vier Wochentagen von 7.00 - 8.00
Uhr Unterricht, später an zwei Wochentagen von
6.00 - 8.00 Uhr. Zeichenunterricht gab es anfangs
in
5 Klassen am Sonntag von 11.00 - 13.00 Uhr. |
| 1907 |
Mit Beginn
des Schuljahres trat der 3. Jahrgang in die
Schule ein, somit waren alle Gewerke vollständig
vertreten. Die Anzahl der Klassen stieg auf 22,
die der Schülerzahlen auf ca. 600. |
| 1912 |
Zu Beginn
des Schuljahres wurde ein neuer Lehrplan
vorgelegt, so dass u. a. die Wochenstunden auf
sechs anstiegen und einige Klassen Turnunterricht
bekamen. |
| 1914 |
Mit dem
Ausbruch des 1. Weltkrieges nimmt die Bedeutung
des Schulalltags ab, da die Menschen vorrangig
die Verteidigung des Vaterlandes in den Köpfen
haben. |
| 1934 |
Mit dem
Wahlsieg der NSDAP kommt es zu einem Erlass über
die Staatsbürgerkunde, der Anregungen über die
Einführung eines Unterrichtsfaches der
Gemeinschaftskunde beinhaltet. |
| 1945 |
15.
Januar: Einstellung des
Berufsschulunterrichtes. Das Gebäude an der
Zerbster Promenade wird als Kaserne genutzt,
später als Hilfslazarett und als
Flüchtlingslager. Im Juni wird auf Befehl der
Sowjetischen Militäradministration Deutschlands
veranlasst, den Berufsschulunterricht wieder
aufzunehmen, damit die Jugendlichen wieder einer
zweckgerichteten Tätigkeit nachgehen.
23. Juni: Der Unterricht beginnt mit vier
Lehrkräften und etwa 250 Schülern mit sechs
Wochenstunden. Standorte sind VEB Maschinenbau
(ehemals Feinmechanische Werkstätten),
HO-Kaufhaus und die spätere POS "Klara
Schwab". Die Berufsschule erhält den Namen
Verbands Berufschule Burg. |
| 1946 |
1.
Dezember: Eine Nebenstelle öffnet in Ziesar.
Umzug der gewerblichen Abteilung in das
Berufsschulgebäude Zerbster Promenade. Die
kaufmännische Abteilung befindet sich jetzt in
der ehemaligen katholischen Schule. |
| 1947 |
17.
Juni: Eine weitere Nebenstelle öffnet in
Gommern. |
| 1948 |
1.
Januar: Zusätzlich öffnet die Nebenstelle
in Gut Lübars (Jugendwerkhof). Die Gewerbliche
und kaufmännische Abteilung zieht in die POS
"Klara Schwab" (Hauptgebäude).
Unterricht für landwirtschaftliche Berufe wird
in der Zerbster Promenade neu aufgenommen. Die
Regierung erhob die Forderung auf Einführung von
Zusatzunterricht in Deutsch, Mathematik, Physik
und Chemie. Damit wurde die Wochenstundenzahl von
sechs auf zwölf angehoben und der 2.
Berufsschultag eingeführt. |
| 1949 |
1.
April: Nebenstelle in Loburg eröffnet.
5. Juli: Nebenstellen in Gommern, Loburg
und Ziesar werden zu selbständigen
Kreisberufsschulen mit eigenen Nebenstellen. Die
Berufsschule in Burg wird umbenannt in
"Städtische Berufsschule Burg". Von
der privaten Wirtschaft und vom Handwerk können
nicht genügend Lehrlinge eingestellt werden,
deshalb erhalten die Berufsschulen
Lehrwerkstätten angegliedert, die die praktische
Ausbildung mit übernehmen. Im ehemaligen
Reichsarbeitsdienstlager in der Niegripper
Chaussee werden je eine Holz-, Metall- und
Schneidereilehrwerkstatt eingerichtet. |
| 1950 |
17.
September: Umzug aller Abteilungen aus Burg
in das neue Schulgebäude an der Niegripper
Chaussee. |
| 1953 |
Trennung
der Städtischen Berufsschule in eine Gewerbliche
und eine Allgemeine Berufsschule. Auflösung der
Lehrwerkstätten; sie werden staatlichen
Betrieben angegliedert. Leere Werkstätten werden
für den Sportunterricht genutzt. |
| 1960 |
Gewerbliche
und Allgemeine Berufsschule werden wieder zu
einer Gewerblichen Berufsschule Burg vereint. |
|
| 1966 |
In der
Berufsschule entstand im Nordflügel wieder eine
Allgemeine Berufsschule und im Südflügel eine
Gewerbliche Berufsschule, vereint mit der
Landesberufsschule für Splitterberufe. |
| 1970 |
Gewerbliche
und Allgemeine Berufsschule werden zur kommunalen
Berufsschule Burg umprofiliert. |
| 1981 |
September:
Zuordnung der Betriebsberufsschule des
Volksgutes Stresow zur Kommunalen Berufsschule
Burg |
| 1985 |
Oktober:
Beginn der Rekonstruktion Gebäude B. |
| 1986 |
Übergabe
Gebäude B und Beginn der Sanierung im Gebäude
A. |
| 1988 |
September:
Übergabe Gebäude A. An der Schule wurden
610 Schüler in 38 Klassen von 35 Lehrern
unterrichtet. |
| 1990 |
Rekonstruktion
der zentralen Hilfsberufsschule
Gebäude A.
Integration der Betriebsberufsschulen in die
Berufsbildende Schule des Landkreises Burg: BbS
Schuhfabrik "Roter Stern", Burg, BbS
des ZRAW Gommern, BbS OGEMA Gerwisch, BbS
Forstschule Magdeburgerforth, BS VEB Walzwerk
Burg, zentrale Hilfberufsschule Burg, BS des
Jugendwerkhofes. |
| 1992 |
Zuordnung
der Ingenieurschule für Lebensmitteltechnik
Gerwisch. |
| 1993 |
Zusammenführung
der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Burg
und Genthin. Der Bildungsgang
"Fachgymnasium" wird im
Schulentwicklungsplan Standort Genthin, Berliner
Chaussee bestätigt. |
| 1995 |
2.049
Schüler werden von 72 Lehrern an acht Standorten
unterrichtet.
Die Standorte sind:
1. Burg, Niegripper
Chaussee 13
2. Burg, Niegripper
Chaussee 18
3. Burg,
Magdeburger Straße 25
4. Burg,
Schulstraße 1
5. Genthin,
Berliner Chaussee
6. Genthin, Straße
der Freundschaft 56
7. Gerwisch,
Bahnhofstraße 7
8.
Magdeburgerforth, Forststraße
Die Standorte befinden sich alle in einem
schlechten Zustand, für drei Standorte wurde
eine begrenzte Betreibungsdauer vom
Regierungspräsidium erteilt. Im März werden von
der Schulleitung umfangreiche Materialien für
eine Verbesserung der baulichen Situation
erarbeitet.
3. Juni: Dem Bildungsausschuss werden drei
Varianten vorgelegt: Neubau, Anbau und Umbau. Der
Bildungs- und Kulturausschuss beauftragt die
Kreisverwaltung bis nach der Sommerpause die
vorgestellten Varianten zu prüfen, so dass dann
die weitere Planung in die Wege geleitet werden
kann. |
| 1996 |
September:
Der Kreistag fasst den Beschluss, ein
Berufsbildungszentrum in der ehemaligen
Schuhfabrik zu bauen. Dazu werden Fördermittel
beantragt.
Dezember: Es erfolgt der
Zuwendungsbescheid vom Landesförderinstitut. 53
Millionen Mark werden investiert. 80 Prozent
fördert die Europäische Union. Sieben Gebäude
müssen abgerissen werden. Die Zustimmung dafür
gibt das Landesamt für Denkmalpflege Halle und
die Untere Denkmalschutzbehörde. Das
Berufsschulgebäude ist 28.707 Quadratmeter
gross. In den fünf Gebäuden werden 41
allgemeine Unterrichtsräume, 20 Fachkabinette, 9
Labore und 6 Werkstätten untergebracht. |
| 1997 |
8.
November: Die Landes-Treuhand verkauft die
ehemalige Schuhfabrik an den Landkreis. |
| 1998 |
26.
März, 13.00 Uhr: Es erfolgt der offizielle
Startschuss für die Baumassnahmen und die
Enthüllung des Bauschildes im Beisein des
Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt,
Dr. Reinhard Höppner.
30. Oktober: Grundsteinlegung für die
Sporthalle. Es entsteht eine moderne
Dreifelder-Sporthalle mit Aussenspielfeld und
100-Meter-Bahn. |
| 1999 |
Mai: EU-Kommissarin,
Monika Wulff-Mathies, und Ministerpräsident, Dr.
Reinhard Höppner, besuchen die Baustelle. |
| 2000 |
Zum
Schuljahresbeginn 2000/2001 ist der Bau beendet.
Räume und Labore sind von den Lehrkräften
eingerichtet.
24. August: Die neue Schule wird feierlich
eingeweiht. |
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